In 5 Schritten zu mehr Zeit für dich in deinem Mama-Alltag

Mehr Zeit für dich zum Lesen

Als Mama haben wir immer 1000 Dinge im Kopf, zu erledigen oder zu organisieren. Ganz oft stellen wir dabei unsere eigenen Bedürfnisse hinten an, sind gestresst, genervt und merken, dass wir uns im Alltag verlieren. Und dann kommen da vielleicht Gedanken auf, von Sachen, die du immer gerne getan hast, bevor deine Kinder auf die Welt kamen. Doch wie schnell sitzt du auf einmal da und sagst: „Ich würde ja gerne mal wieder XYZ, aber ich habe ja keine Zeit dafür!“

Und ich sage dir, du hast genügend Zeit auch Dinge für dich zu tun. Vielleicht dauert das ein oder andere etwas länger, als früher ohne Kinder, aber die Zeit es umzusetzen hast du zumindest. Im folgenden Blogartikel zeige ich dir, wie du es schaffst, mehr Zeit für dich in deinem Mama-Alltag zu finden.

Hierfür bekommst du von mir Methoden an die Hand, wie du deinen Status Quo und deine Vorstellung reflektieren kannst, Ziele attraktiv formulierst und das Ganze dann mit Planung und Delegation in die Tat umsetzten kannst.

1. Reflektiere deine Lebensbereiche und schärfe dein Bewusstsein

Dein Leben besteht aus den unterschiedlichsten Bereichen. Du hast deinen Job bzw. deine Karriere, deine Familie und Freunde. Weitere Bereiche sind u.a. das Thema Gesundheit, Finanzen, persönliche Entwicklung und Freizeit. Im Coaching wird das Ganze mit dem Rad des Lebens analysiert und reflektiert.

Nimm dir daher Zeit, ein Blatt Papier und einen Stift und schaue, wie es um deine Lebensbereiche steht. Ob es gleich alle Bereiche des Lebensrades sein müssen, sei mal dahingestellt. Picke dir einfach die Bereiche heraus, die aktuell in deinem Leben einen Fokus haben oder in der Vergangenheit hatten. Schaue dir nun deine einzelnen Lebensbereiche an und schärfe dein Bewusstsein dafür, dass in manchen Lebensbereichen eventuell Handlungsbedarf ist.

Frage dich wirklich, ob du in dem jeweiligen Bereich aktuell glücklich bist oder ob hier noch „Luft nach oben“ ist? Bewerte jetzt den Status Quo und deinen Wunsch in dem jeweiligen Lebensbereich von 0 bis 10.

Nehmen wir mal als Beispiel das Thema Gesundheit und Sport. Vielleicht möchtest du wieder regelmäßig Sport treiben, weil du gemerkt hast, dass der Sport in letzter Zeit viel zu kurz gekommen ist, du dich aber mit dem Sport in deinen früheren Zeiten vitaler, fitter und allgemein gesunder gefühlt hast? Vielleicht bist du jetzt bei einer guten mittleren 5 angekommen und hättest jedoch gerne eine 8 dort stehen, mit der du dich wohler fühlen würdest?

Gehe jetzt die für dich relevanten Bereiche durch und nimm einmal wahr, wie sich diese anfühlen. Wie fühlst du dich dort aktuell und wie möchtest du dich dort fühlen?

2. Setze dir Ziele und verknüpfe diese mit deinen Gefühlen

Um an Sachen dranzubleiben und diese auch zur Wirklichkeit werden zu lassen, benötigst du Ziele, die du dir stecken solltest.

Eine sehr bekannte Methode für das Formulieren von Zielen, ist die sogenannte SMART Methode. SMART ist in dem Fall ein Akronym und steht für:

  • Spezifisch: Dein Ziel soll konkret sein.
  • Messbar: Es sollte messbar sein, heißt am besten mit Zahlen versehen sein.
  • Attraktiv: Deine Formulierung soll dich anspornen, das heißt, du solltest Lust drauf haben, dein Ziel zu erreichen. Du kannst dein Ziel auch mit einer Belohnung verknüpfen, die du dir bei der Zielerreichung machst. Vielleicht ein gutes Buch, neue Laufschuhe, ein tolles Kleid?
  • Realisierbar: Es sollte mit deiner Zeit und deinen Mitteln erreichbar sein.
  • Terminiert: Dein Ziel soll einen Zielzeitpunkt enthalten.

Nehmen wir wieder das Beispiel mit dem Sport. Umgesetzt mit der SMART Methode kannst du dein Ziel nun wie folgt formulierten:

Bis zum 31.12.2022 (T) möchte ich wieder 5 km (M) am Stück laufen (S).

Jetzt fragst du dich vielleicht: „Aber was ist denn nun mit attraktiv und realisierbar?“ Und du hast vollkommen recht, die beiden Dinge sind oben nun nicht wirklich enthalten und trotzdem reicht diese obige Formulierung meist bereits aus.

Auch in kleinen Schritten wirst du irgendwann an dein Ziel kommen. Die Frage ist nur, wie du ans Ziel kommst.

Attraktiv wird deine Zielformulierung nämlich, indem du sie mit deiner Gefühlswelt verknüpfst. Spüre einmal in dich hinein und stell dir mal vor, wie du dich fühlst, wenn du es schaffst, die 5 km am Stück zu laufen? Oder stell dir vor, wie du dich wohlfühlen wirst, wenn du regelmäßig wieder Sport machst? Lass das Ganze wirklich wie einen Film vor deinem geistigen Auge ablaufen und vielleicht spürst du auch etwas in deinem Körper. Nimm dir wirklich ein paar Minuten Zeit und genieße deinen persönlichen Zielerreichungsfilm.

Hinsichtlich der Realisierbarkeit solltest du natürlich schauen, dass du dir nicht gleich zu hohe Ziele steckst. Wenn ich mir das obige Ziel setzen würde, hätte ich stand heute (Mitte September 2022) circa 3,5 Monate dafür Zeit, dieses zu erreichen. Das ist genügend Zeit, um es zu realisieren. Mein Tipp an dich: Packe lieber ein paar Wochen mehr auf darauf, als es zu ambitioniert zu formulieren und dann völlig gestresst zu sein. Wenn du dann vorher bereits über die Ziellinie gekommen bist, ist es doch umso besser!

3. Schaffe dir einen Überblick über deine Woche

So, jetzt hast du dir bereits Gedanken über deine Lebensbereiche gemacht, die du gerne verändern möchtest und für den/die Lebensbereich/e jeweils ein Ziel formuliert. Nun geht’s es an die Umsetzung des Ganzen.

Als Mama mit Teilzeitstelle, parallelem Business-Aufbau, Familie und einem Freizeitleben weiß ich genau, was „Zeit haben“ bedeutet. Allerdings liegt der Knackpunkt hier an dem Wörtchen „Wie?“. Das bedeutet, falle nicht in ein Jammern und denk dir: „Ich habe aber keine Zeit“, sondern frage dich anstelle dessen, wie du es schaffst, dein Ziel zu erreichen? Unser Gehirn hat leider die Angewohnheit eher in Problemen zu denken und durch den Perspektivwechsel mit der Frage „Wie?“ fängst du an in Lösungen und nicht in Problemen zu denken.

Eine Möglichkeit ist es, dass du dir einen Wochen- und Aufgabenplan erstellst. Schau einfach mal, womit und wo du am Tag deine Zeit verbringst.

  • Gibt es vielleicht Lücken in deinem Alltag, die du mit Dingen füllen kannst, die dich deinem Ziel etwas näher bringen?
  • Kannst du vielleicht Aufgaben abgeben und die gewonnene Zeit nutzen, um dein Ziel wieder ein Stück näherzukommen?
  • Vielleicht kannst du auch Dinge bereits am Vorabend erledigen, um am nächsten Morgen mehr Zeit für dich und deine Dinge zu haben?

Schau wirklich mal deine vorhandenen Möglichkeiten an und sei ehrlich zu dir selbst.

Wenn du einen Überblick bekommst, womit du deine Zeiten in der Woche verbringst, dann fällt es dir leichter, Lücken zu identifizieren.

Wie oft liegst du vielleicht Abends auf der Couch vor dem Fernseher und könntest die Zeit anderweitig nutzen? Oder wie oft lenkst du dich mit Instagram und Co. ab und verplemperst deine Zeit mit unnötigen rumgedaddel in den sozialen Medien? Hab ich dich erwischt? Ich nehme mich da nicht raus, glaub mir. Auch ich bin nicht perfekt und kann an der einen oder anderen Stelle noch Verbesserungen vornehmen. Ich möchte, dass du dir bewusst wirst, wo deine vermutlich „nicht vorhandene Zeit“ hinfließt.

Also schnapp dir einen Stift und Papier oder druck dir gleich eine Wochenübersicht aus und verschaff dir einen Überblick.

4. Baue feste Zeiten für dich ein und experimentiere – Nichts ist in Stein gemeißelt

Nachdem du dir einen Überblick über deine Woche gemacht hast, baue dir nun für deine zukünftigen Wochen feste Zeiten für deine Ziele des jeweiligen Fokus-Lebensbereichs ein.

Diese Zeiten sollten die gleiche Gültigkeit für dich haben, wie z.B. ein Termin beim Arzt oder das wöchentliche Turnen mit deinem Kind.

Indem du dir in deinen Kalender einen offiziellen Termin setzt, nimmt es automatisch an Wichtigkeit zu und du setzt es eher um. Experimentiere hier gerne und schau einfach, wie es sich für dich am besten umsetzen lässt.

Greifen wir das Beispiel mit dem Sport von oben noch einmal auf:

  • Kannst du vielleicht morgens nach dem Aufstehen schon ein erstes kleines Workout machen?
  • Oder vielleicht schaffst du es in der Mittagspause eine kleine Runde laufen zu gehen oder direkt nach der Arbeit?

Schau, was für dich im ersten Moment am besten funktioniert und pass es gerne an, wenn du merkst, dass es so nicht klappt. Übertreib zu Beginn jedoch nicht, sondern starte lieber klein und steigere dich von Woche zu Woche. Denk immer daran, alles ist ein Prozess und Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

Idealerweise besprichst du auch einmal die Woche mit deinem/r Partner/in bzw. deiner Familie eure kommende Woche. So ist sichergestellt, dass jedes Familienmitglied zumindest von der Wochenplanung schon einmal etwas mitbekommen hat und sich darauf einstellen kann.

5. Delegiere Aufgaben

Weiter oben habe ich ja bereits davon geschriebene, dass du dir neben einem Überblick deiner Woche, auch einen Überblick über deine Aufgaben machen sollst:

  • Gibt es hier Aufgaben, wie z.b. das wöchentliche einkaufen, die du gut delegieren kannst?
  • Hast du vielleicht die Möglichkeit, eine Putzhilfe einzustellen, die regelmäßig im Haushalt unterstützt?
  • Kann vielleicht der Papa, die Oma oder der Opa regelmäßig dein Kind zum Sport begleiten oder zur Freizeitveranstaltung fahren?

Schau hier, welche Optionen du hast, um dir Zeit freizuschaufeln. Auch hier gilt: Am besten sprichst du mit deinem/r Partner/in und machst einen Schlachtplan für die Zukunft. Dann gilt es, die neuen freien Lücken für dich und deine Ziele zu nutzen. Am besten planst du direkt gleich etwas in deinen Kalender dafür ein.

Nun wünsche ich dir gutes Gelingen beim Reflektieren und Planen, sowie dem Finden deiner freien Zeit! Denk immer daran: Frage dich, wie du es schaffst und dann schaffst du es auch!

Gerne unterstütze ich dich dabei, eine neue Struktur in deinem Mama-Alltag zu etablieren, sodass du wieder mehr Zeit für dich findest und dadurch glücklicher und entspannter wirst. Melde dich gerne bei mir und lass uns ins Gespräch kommen.

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Jenny Macholdt

Ich bin Jenny, seit 2020 Mama eines
kleinen Wirbelwindes und Gründerin
von Moms 4 Moms. Meine Mission ist 
es Mütter miteinander zu verbinden,
frei nach dem Motto: „Gemeinsam, 
statt einsam“

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