Stefanie Motiwal: Über die Wichtigkeit von gegenseitiger Unterstützung als Mama

STefanie Motiwal

Ich möchte dich herzlichen willkommen heißen zu dem allerersten Mom-Portrait bei Moms 4 Moms.

Ich habe diese Rubrik ins Leben gerufen, um dir die unterschiedlichen Perspektiven des Mama-Daseins aufzuzeigen. Durch die Mom-Portraits lernst du nicht nur tolle Frauen und Mamas kennen, sondern erfährst auch von ihren Herausforderungen, ihrem Alltag als Mama und ihren Learnings.

Den Anfang macht die wunderbare Stefanie Motiwal.

Liebe Stefanie, erzähl doch mal: Wer bist du, wie lebst du und wie viele Kinder hast du?

Ich bin Stefanie Motiwal, Ende 30 und lebe mit meinem Mann und zwei Kindern (1 und 3) momentan in Freiburg. Eigentlich bin ich studierte Bioinformatikerin, allerdings gerade in der Elternzeit selbständig als Webdesignerin tätig.

Wenn du an den Anfang deiner Mutterschaft zurückdenkst, wie ging es dir damals?

Als meine Tochter geboren wurde, war ich voller Vorfreude und fühlte mich gut vorbereitet. Dann kam aber echt alles anders, als erwartet. Ich war heillos überfordert und alleine, wir hatten keine Unterstützung vor Ort, mein Mann ging klassisch nach knapp 1 Monat wieder in Vollzeit arbeiten, meine Tochter schlief sehr wenig und ließ sich gar nicht ablegen. Das war Herausforderung pur und hat mich viele Kräfte gekostet.

Was hat sich bei dir seitdem persönlich verändert?

Abgesehen von dem (beruflichen) Umzug und einem erneuten Neustart haben wir noch ein 2. Kind bekommen. Da ich bei all den Schwierigkeiten festgestellt habe, dass es ziemlich vielen Müttern sehr ähnlich geht, habe ich mich ganz viel ausgetauscht, mit anderen Müttern getroffen, wir haben uns gegenseitig unterstützt und „Mütter Teams“ gebildet.

Außerdem habe ich auch Beratungen in Anspruch genommen, um unser Familienleben einfacher und schöner zu gestalten und viel gelesen und ausprobiert. Und Erwartungen wie z. B. dass alles problemlos vereinbar ist (super im Job, immer gut gelaunt und voller Energie, aufgeräumtes Haus, dauerglückliche Kinder, Zeit für Selbstfürsorge) losgelassen. Nach wie vor ist der Alltag oft echt herausfordernd, aber es gelingt mir immer besser, damit umzugehen ohne unterzugehen.

Sobald du deine Sorgen, Frust und Wünsche mit anderen Mamas teilst, merkst du, dass du damit nicht alleine bist.

Was bedeutet heute Mutterschaft für dich?

Ich glaube vor allem ein gemeinsames Wachsen und Lernen in jeder Hinsicht. Wir werden gerade als Mütter oft noch mit alten Wunden konfrontiert, die wir auflösen dürfen. Wir müssen lernen, dass wir nicht alles perfekt machen können. Und dass unsere Kinder keine perfekten Mütter brauchen, sondern Mütter, die für sich selbst und ihr eigenes Glück gut sorgen können (nur wer für sich selbst sorgt, kann auch für andere sorgen).

Mit mehr Energie fällt es einem leichter, auch wirklich für die Kinder da sein zu können – physisch aber auch gedanklich. Und es ist klar, dass das nicht immer gelingt, gerade in herausfordernden Zeiten. Dann sollten wir uns aber nicht noch zusätzlich fertig machen, sondern einfach versuchen, gemeinsam Lösungen zu finden oder zu akzeptieren, dass es gerade nicht besser geht.

Welche Herausforderungen gibt es in deinem Mama-Alltag, und wie gehst du damit um?

Meine größte Herausforderung ist seit Anfang an der Schlafmangel. Irgendwie habe ich da großes Pech und beide Kinder sind sehr schlechte Schläfer. Mein Mann und ich haben uns aufgeteilt – meine Tochter schläft mit ihm in einem anderen Zimmer und ich schlafe neben meinem Sohn, den ich nachts noch stille. Außerdem gehe ich meist echt früh ins Bett. Klar ist dann wertvolle „Me-time“ verloren, allerdings überstehe ich den Tag echt nur sehr schwer, wenn ich todmüde bin.

Welche 3 Tipps würdest du frisch gewordenen Mamas an die Hand geben?

Such dir unbedingt andere Mütter in deiner Umgebung, mit denen du dich regelmäßig treffen kannst. Und teile deine Sorgen, deinen Frust, deine Wünsche – du wirst sehen, dass du damit nicht alleine bist.

Dann: Such dir Unterstützung! Wirklich praktische Unterstützung wie Babysitter und Haushaltshilfe, oder Coaches und Berater, die dir bei der ein oder anderen Schwierigkeit helfen können. Auf meiner Website mamasdorf.de findest du einen Wegweiser für mehr Unterstützung.

Mein 3. Tipp: Lass deine Erwartungen vom perfekten Familienleben los und begib dich auf die wohl krasseste Reise in deinem Leben – zu mehr innerem Wachstum und ganz vielen Erkenntnissen über dich selbst, wer du bist und was dir wichtig ist.

Stefanie unterstützt dich beim Erstellen deiner Business-Website

In deiner Vorstellung hast du erwähnt, dass du ein eigenes Business im Bereich Webdesign hast. Erzähl mal, was du machst und was ist deine Mission hinter deinem Business?

Ich helfe Frauen, die sich selbständig machen wollen, beim Erstellen ihrer Business-Website. Dabei können sie selbst wählen, ob sie ganz viel selbst machen und lernen wollen (was dann entsprechend viel günstiger ist), oder ob ich ganz viel davon übernehmen soll und sie quasi nur Texte und Bilder liefern.

Die Selbständigkeit bietet gerade uns Müttern eine großartige Möglichkeit, Familie und Beruf besser zu vereinen. Meine Mission ist es daher, auch ganz vielen Müttern beim Aufbau dieser Selbständigkeit zu helfen, mit einer professionellen Website als Herzstück ihres Business.

Mit meinem Herzensprojekt Mamas Dorf möchte ich außerdem Müttern die Möglichkeit bieten, sich untereinander zu vernetzen, um sich vor Ort gegenseitig unterstützen zu können. Auf der Plattform finden Mütter zudem eine Übersicht über Coaches, Beratungsstellen und Hilfsangebote (viele davon auch kostenlos) im deutschsprachigen Raum. Mein größter Wunsch wäre, dass es einfach ganz normal wird, sich gegenseitig zu helfen und sich, auch wenn es passt, professionelle Unterstützung zu holen. Damit es gerade in der heutigen Zeit wieder leichter wird, als Mama für die Kinder da sein zu können. Davon profitiert dann also im besten Fall die ganze Familie. 

Woraus ist die Idee zu deinem Business entstanden?

Ich habe (Bio-)Informatik studiert, selbst schon seit über 20 Jahren immer mal wieder Websites erstellt und kenne mich sehr gut mit WordPress aus. Durch kleinere und größere Zufälle habe ich 2019 in einem Indienurlaub von der Möglichkeit des Online Business und dem Bedarf an Website-Unterstützung erfahren und war gleich begeistert von der Möglichkeit. Dann kam zu Beginn der Corona-Krise quasi eins zum anderen. Ich wollte flexiblere Arbeitszeiten und es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, anderen Frauen dabei zu helfen, ihre Website aufzubauen.
Und sie damit auch ein Stück auf dem Weg zu mehr Freiheit und Unabhängigkeit zu unterstützen.

Mamas Dorf entstand vor allem, weil ich unbedingt mit anderen Müttern teilen wollte, was mir in meiner schwierigen ersten Zeit als Mama geholfen hat. Ich habe von vielen Müttern gehört, dass es ihnen ähnlich ging und viele großartige Angebote – wie z.B. „Leihomas“ von Wellcome – noch in weiten Teilen ganz unbekannt sind. Das würde ich unheimlich gern ändern. Wie schön wäre es, wenn wir wirklich wieder mehr das sprichwörtliche Dorf werden, was es braucht, um ein Kind großzuziehen. Statt dass gerade wir Mütter uns gegenseitig verurteilen, weil die eine keine Stoffwindeln verwendet und die andere „zu früh“ abgestillt hat. 

Wie und wo kann man dich erreichen?

Am besten schaut ihr auf meiner Website https://www.stefaniemotiwal.de vorbei oder folgt mir auf Instagram unter https://www.instagram.com/stefaniemotiwal/
Neben direkter 1:1 Hilfe beim Erstellen der Websites biete ich auch Online Kurse und einige gratis Angebote dazu an. So ist für jedes Budget etwas dabei.

Mamas Dorf findest du unter https://www.mamasdorf.de. Komm auch gern in die Facebook Community, um dich mit anderen Müttern in deiner Nähe zu vernetzen: https://www.facebook.com/groups/mamasdorf 

Du möchtest auch gern Bestandteil der Mom-Portrait Rubrik werden? Dann melde dich bei mir und lass uns ins Gespräch kommen.

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Jenny Macholdt

Ich bin Jenny, seit 2020 Mama eines
kleinen Wirbelwindes und Gründerin
von Moms 4 Moms. Meine Mission ist 
es Mütter miteinander zu verbinden,
frei nach dem Motto: „Gemeinsam, 
statt einsam“

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