Das Schwangerschafts-Glossar mit wichtigen Begriffen rund um Schwangerschaft und Geburt

Schwangerschaftstest mit Wörtern als Schwangerschafts-glossar

Du hast einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand? Wohooo – dann schon einmal herzlichen Glückwunsch. Nun beginnt für dich nicht nur ein neuer Lebensabschnitt, sondern du wirst in den nächsten Wochen und Monaten auch noch einiges Neues hinzulernen.

Während deiner Schwangerschaft und zur Vorbereitung auf die Geburt werden so einige neue Begriffe auf dich zukommen. Diese möchte ich dir mit diesem Schwangerschafts-Glossar aufgreifen und dir näher bringen:

Akupunktur

Die Akupunktur gehört im Rahmen der Schwangerschaft zu einer Möglichkeit der Geburtsvorbereitung. Sie wird bei einem unkomplizierten Schwangerschaftsverlauf ab der 36. Schwangerschaftswoche durchgeführt. Die Behandlung dauert dabei meist 20 bis 30 Minuten und wird durch ein CTG überwacht.

Die Effekte der Akupunktur sollen sich positiv auf die Geburt auswirken, sodass diese schneller voranschreiten kann. Leider wird die Behandlung nicht von den Krankenkassen übernommen und muss somit privat bezahlt werden.

Braxton-Hicks-Kontraktion

Bei den Braxton-Hicks-Kontraktionen handelt es sich um die sogenannten „Übungswehen“, welche aber keine richtigen Wehen sind. Sie treten circa ab dem zweiten Trimester auf.

Die Übungswehen machen sich bemerkbar durch eine Anspannung der Gebärmuttermuskulatur, bedeutet, dein Bauch wird für eine kurze Zeit hart werden. Durch die Kontraktion wird der Muskel durchblutet und bereitet deinen Körper auf die Geburt vor.

CTG

Das Cardiotokogramm (CTG) ist auch als Wehenschreiber bekannt und misst die Herzfrequenz deines Babys und die Wehentätigkeit deines Körpers. Mit den Ergebnissen können Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand deines Babys geschlossen werden.

Das CTG wird während der Betreuung deiner Schwangerschaft, circa ab der 20. Schwangerschaftswoche regelmäßig durchgeführt und wird auch während der Geburt genutzt, um diese zu überwachen. 

Dammmassage

Zum Ende der Schwangerschaft wird von vielen Hebammen eine Dammmassage empfohlen. Diese soll dabei helfen, die Muskulatur zwischen der Scheide und dem Anus „elastischer“ zu machen und somit einen möglichen Dammriss oder -schnitt verhindern. 

Wie du eine Dammmassage durchführst, kannst du im Geburtsvorbereitungskurs lernen oder auch hier in dem Video von babyartikel.de und der Hebamme Anna-Maria.

Dammriss/-schnitt

Hier reißt, wie der Name schon sagt, der Damm, also der Bereich zwischen Scheide und Anus. Das passiert in dem Moment, wenn das Köpfchen geboren wird und liegt einfach daran, dass das Gewebe um den Scheideneingang nicht weich genug ist bzw. der Dehnung nicht standhalten kann. Aber keine Sorge, dass passiert nicht zwangsläufig. Zudem gibt es vorbeugende Maßnahmen unter der Geburt, wie z.B. warme Kompressen o.ä. um dies zu vermeiden.

Oft kann es jedoch auch dazu kommen, dass der Damm von der Hebamme eingeschnitten wird, um der Geburt den nötigen Platz zu geben und somit einen Riss in die tiefere Beckenbodenmuskulatur zu verhindern.  

Eröffnungswehen

Mit den Eröffnungswehen beginnt die Geburt. Sie sind dafür zuständig, dass der Gebärmutterhals verstreicht, der Muttermund sich öffnet und das Baby somit noch tiefer in den Geburtskanal rutscht. 

Die Wehenabstände werden von Mal zu Mal kürzer und die Wehen kommen nun regelmäßig. Die Eröffnungswehen können bis zu 60 Sekunden andauern, bis sie wieder abflachen. 

Erst-Trimester-Screening

Beim Erst-Trimester-Screening werden neben Ultraschalluntersuchungen auch die Blutwerte der Mutter untersucht und diverse Risikofaktoren abgeklärt. Anhand der Ergebnisse wird von den Ärzten die Wahrscheinlichkeit für eine Chromosomenveränderung (z.B. Down-Syndrom) oder sonstige Fehlbildungen berechnet.

Das Erst-Trimester-Screening findet zwischen der 10. und 14. Schwangerschaftswoche statt. 

ET

Mit „ET“ wird der Entbindungstermin abgekürzt. Dieser errechnet sich mit dem Zeitpunkt des ersten Tages deiner letzten Periode. Ausrechnen kannst du den ET mit folgender Formel: erster Tag deiner letzten Periode + 7 Tage – 3 Monate + 1 Jahr. 

Du kannst den Termin auch mit einem Geburtsterminrechner wie diesen hier ausrechnen. 

Folsäure

Spätestens bei Feststellung der Schwangerschaft solltest du mit dem Einnehmen von Folsäure beginnen. Sie gehört zu den B-Vitaminen und ist somit sehr wichtig für den Körper.

Mit der Einnahme unterstützt du die Blutbildung, Stoffwechselprozesse, die Zellteilung und das Wachstum. Außerdem trägt die Folsäure zu einer gesunden Zellentwicklung im Körper des Fötus bei.  

Geburtsvorbereitungskurs

Die Kurse werden meistens von einer Hebamme geleitet und entweder in einer Hebammenpraxis oder in einem Krankenhaus durchgeführt. Dort lernst du, wie du dich in der Schwangerschaft am besten auf die Geburt vorbereitest, z.B. durch Ernährung, Bewegung, etc. .

Du erfährst den Ablauf einer Geburt und bekommst ganz viele Informationen rund um das Wochenbett. Natürlich dient so ein Kurs auch dazu, jegliche Fragen für dich zu klären. Was es noch für Möglichkeiten gibt, sich auf die Geburt vorzubereiten, erfährst du in dem Beitrag von unseren Gastautorinnen Hanna und Sina von Mindful Mothers.

Hebamme

Die Hebamme betreut dich meistens schon während der Schwangerschaft. Auf jeden Fall ist sie bei der Geburt dabei und betreut dich, dein Baby und euch als Familie dann während des Wochenbettes. Die Betreuung endet mit dem Ende der Stillzeit. 

Alles, was du zur Hebamme wissen solltest, wie du sie findest und was du tun kannst, wenn du keine Hebamme findest, habe ich dir in meinem Blogartikel zur Hebammensuche zusammengefasst.

Mutterbänder

Die Mutterbänder sind die Muskelstränge, die sich um die Gebärmutter legen und diese halten. Sie sorgen somit dafür, dass die Gebärmutter aufrecht im Bauch gehalten wird. Es gibt in Summe 2 Mutterbänder, ein Breites und ein Rundes. Während das breite Mutterband die Gebärmutter am seitlichen Beckenrand befestigt, zieht sich das runde Mutterband durch den Leistenkanal bis hin zu den großen Schamlippen.

Gerade zu Beginn der Schwangerschaft können diese leicht schmerzen bzw. ziehen. Die Schmerzen werden durch die Dehnung der Mutterbänder und das Wachstum der Gebärmutter ausgelöst.

Mutterpass

Der Mutterpass wird dir zu Beginn deiner Schwangerschaft durch deinen Frauenarzt oder deine Frauenärztin ausgestellt. Er beinhaltet alle Ergebnisse zu den jeweiligen Untersuchungen, Labortestergebnisse und generelle Informationen zum Verlauf deiner Schwangerschaft. 

Auch Informationen zur Geburt und zum Gesundheitszustand deines Babys nach der Geburt werden dort erfasst, wie auch die Informationen zur Nachsorge durch deinen Frauenarzt oder deiner Frauenärztin.

Nackenfaltenmessung

Die Nackenfaltenmessung wird im Rahmen des Erst-Trimester-Screenings durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine spezielle Form der Ultraschalluntersuchung, in der die Flüssigkeitsansammlung im Nacken des Babys gemessen wird.

Wird eine verdickte Nackenfalte festgestellt, so ist die Wahrscheinlichkeit erhöht für eine genetische Fehlbildung des Fötus. 

Plazenta

Ein anderer Name für die Plazenta ist der Mutterkuchen. Sie wächst mit dem Beginn der Schwangerschaft im Körper heran und versorgt den Fötus während der Schwangerschaft mit allen lebenswichtigen Stoffen.

Nachdem das Baby auf die Welt gebracht wurde, wird die Plazenta mit den Nachwehen vom Körper abgestoßen und als Nachgeburt vom Körper ausgeschieden.

Presswehen

Die Pressewehen dienen dazu, dein Baby auf die Welt zu bringen und lösen durch ein enormes Druckgefühl einen Reiz aus, auf den du unweigerlich reagieren wirst. Viele Frauen vergleichen das Gefühl mit dem Gang aufs Klo. 

Im Zuge der Presswehen wird zuerst der Kopf deines Babys geboren, gefolgt von den Schultern und zum Schluss der restliche Körper. 

Sectio

Ist der lateinische Begriff für Kaiserschnitt und besagt, dass das Kind nicht über natürlichem Weg durch die Scheide auf die Welt gebracht wird, sondern auf operativem Weg. Durch einen Schnitt am Unterbauch wird das Baby von Ärzten aus der Gebärmutter geholt. 

Senkwehen

Die Senkwehen beginnen meist ein paar Tage vor der Geburt und sind somit ein Indikator dafür, dass die Geburt nicht mehr lange auf sich warten lässt. Sie sorgen dafür, dass die Gebärmutter mit dem Baby tiefer in dein Becken sinkt und der Kopf deines Babys somit näher in Richtung des Geburtskanals.

Viele Frauen vergleichen die Senkwehen mit Menstruationsbeschwerden und die Position des Bauches verändert sich durch das Absenken ein wenig. Vor allem kannst du durch das Absenken des Bauches auf jeden Fall wieder freier atmen und mehr essen. 

Spontangeburt

Von einer Spontangeburt wird gesprochen, wenn das Kind auf normale und natürliche Weise, durch Presswehen, auf die Welt gebracht wird. 

Das bedeutet, es wird keine Geburt medikamentös eingeleitet oder die Geburt durch medizinische Eingriffe, wie z.B. die Verwendung einer Saugglocke unterstützt.

SSW

Mit SSW wird im Allgemeinen das Wort Schwangerschaftswoche abgekürzt. Die Abkürzung befindet sich u.a. auch im Mutterpass und wird regelmäßig im Zuge deiner Schwangerschaft angepasst.

Oft wird dann z.B. von SSW 20 + 4 o.ä. gesprochen. Dabei handelt es sich jeweils um die Schwangerschaftswoche und die Tage der Woche, innerhalb der Schwangerschaftswoche.

Symphyse

Die Symphyse ist der Knorpel in deinem Schambein, die sogenannte Schambeinfuge. Sie verbindet die linke mit der rechten Schambeinhälfte. Viele Schwangere haben meist im Laufe ihrer Schwangerschaft an dieser Stelle Schmerzen, wenn sie sich bewegen, z.B. beim Laufen oder Treppensteigen. 

Die Schmerzen treten häufig ab der Mitte der Schwangerschaft auf und verschwinden oft mit der Geburt wieder. 

Toxoplasmose

Dabei handelt es sich um eine normalerweise harmlose Infektionskrankheit, die durch Parasiten erfolgt. Im Zuge einer Schwangerschaft kann diese jedoch gefährlich für das Baby werden.

Toxoplasmose wird überwiegend durch Katzenkot, rohe Fleisch- und Wurstwaren oder mit dem Parasiten verseuchte Erde oder Sand übertragen. Mit Beginn deiner Schwangerschaft kannst du dich bei deinem Frauenarzt auf Toxoplasmose testen lassen. Das Ergebnis wird in deinem Mutterpass eingetragen.

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Jenny Macholdt

Ich bin Jenny, seit 2020 Mama eines
kleinen Wirbelwindes und Gründerin
von Moms 4 Moms. Meine Mission ist 
es Mütter miteinander zu verbinden,
frei nach dem Motto: „Gemeinsam, 
statt einsam“

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