Wann hast du dir zuletzt bewusst gemacht, worauf du eigentlich stolz bist?
Wenn ich ehrlich bin, ist das bei mir schon eine Weile her. Im Mama-Alltag geht so viel unter – zwischen Schule, Terminen, Haushalt und dem ständigen Gefühl, dass irgendwas noch fehlt, bleibt für den Blick zurück kaum Zeit. Wir sind so sehr im Funktionsmodus, dass wir vergessen, mal innezuhalten und zu sehen, was wir eigentlich alles schon geschafft haben.
Als ich auf die Blogparade „100 Dinge, auf die ich stolz bin” von Lorena Hoormann gestoßen bin, hat mich genau das gepackt. Die Frage klingt erstmal simpel. Aber wenn du wirklich anfängst, deine Liste zu füllen, merkst du schnell: Da steckt mehr drin, als du denkst.
Also hab ich mich hingesetzt und nachgedacht – nicht nur über die großen Meilensteine, sondern auch über die kleinen, leisen Momente, die im Alltag oft einfach übergangen werden. Momente, die als Mama vielleicht niemand sieht, die aber trotzdem zählen.
Hier ist also meine Liste. Vielleicht erkennst du dich in der einen oder anderen Sache wieder – oder sie inspiriert dich, deine eigene Liste zu schreiben.
Dinge und Personen, auf die ich stolz bin:
- Mich zu trauen, diese Liste zu schreiben, eine Herausforderung der ich mich stelle.
- In meiner Grundschulzeit 4 Umzüge und 5 Klassenneuanfänge gemeistert zu haben.
- Mich bei meiner Mutter für die Realschule durchgesetzt zu haben, obwohl sie mich aufs Gymnasium stecken wollte.
- Eine schwierige Kindheit mit Alkohol und Gewalterfahrungen in der Familie überstanden zu haben.
- Hänseleien in der Schule verkraftet zu haben.
- Ein starkes Mädchen zu dieser Zeit gewesen zu sein.
- Das ich als Kind schonmal auf einem Elefanten gesessen habe.
- Als Kind an der Seine, in Paris eine versteinerte Muschel auf einem Stein gefunden zu haben.
- Meinen guten Realschulabschluss.
- Mich von einer 4 in Mathe in der 9. Klasse auf eine 2 im Abschlusszeugnis Ende der 10. gearbeitet zu haben.
- Meine einzige 6 in einem Diktat in Deutsch (die neue Rechtschreibung wurde eingeführt).
- Trotzdem mein Fach-Abitur gemacht zu haben, obwohl ich nicht im Gymnasium war.
- Eine Ausbildung mit 2,5 Jahren anstelle von 3 Jahren abgeschlossen zu haben. Normalerweise wären wir auch schon nach 2 Jahren fertig gewesen, wenn es keine Probleme mit der betrieblichen Übernahme gegeben hätte.
- Mit 21 von jetzt auf gleich Erwachsen geworden bin, als meine Mutter in einer Nacht und Nebel Aktion Zuhause ausgezogen ist.
- Meinen Bachlor in Wirtschaftspsychologie durchgezogen zu haben und das neben dem Beruf.
- Während meines Studiums jedes Semester über 1200 Seiten meist trockenem Stoffs gelesen zu haben.
- Meinen Autoführerschein gemacht zu haben.
- Ab 16 in allen Ferien gearbeitet zu haben, um Geld für meinen Führerschein zu verdienen und diesen selbst bezahlt zu haben.
- Mein erstes Auto alleine bei meinen Eltern abgezahlt zu bekommen.
- Ab 17 über 5 Jahre im Solarium immer nebenbei gearbeitet und mein Gehalt dadurch aufgebessert habe.
- Meine NLP Practitioner Ausbildung.
- Meine Zertifizierung als Trainerin für Achtsamkeit und Meditation.
- Das eigene Erstellen meiner Website.
- Den Mut für meine Selbstständigkeit aufgebracht zu haben.
- Weiterhin daran zu arbeiten und meine Selbstzweifel Stück für Stück aus dem Weg räumen.
- Eigene Workshops und Vorträge zu leiten.
- Vor Leuten zu sprechen.
- Seit über 6 Jahren fast wöchentlich mit meiner ehemaligen Kollegin und Freundin aus Sofia zu sprechen.
- Trotz Angst vor der Geburt, meine Tochter auf normalem Weg geboren zu haben.
- Das ich hochschwanger die Erbangelegenheiten meines Vaters für mich und meine Bauchbewohnerin alleine und selbstständig geregelt habe.
- Die Geburt meiner Tochter (2020)
- Meine Ausbildung und Zertifizierung zur Resilienztrainerin.
- Meine über 20 Jährige Beziehung (Stand 2026) mit dem Herzmann, was heutzutage auch nicht mehr selbstverständlich ist.
- Meine neu erworbene Life Coach Zertifizierung (Stand 2026).
- Meine Empathie.
- Meine Sommersprossen.
- Das man mit mir Pferde stehlen kann.
- Mein strukturiertes Wesen.
- Meinen Ehrgeiz.
- Und mein Durchhaltevermögen, denn wenn ich mir ein Ziel in den Kopf gesetzt habe, dann will ich es auch erreichen.
- Mein reflektiertes Wesen.
- Meine Art, immer eine andere Perspektive aufzuzeigen oder etwas Positives herauszuziehen.
- Meine Angst, mein Studium nicht zu schaffen, überwunden zu haben.
- Mich meinen inneren Themen zu stellen und daran zu wachsen.
- Mir Hilfe zu suchen und anzunehmen.
- 2016 den Mut gehabt zu haben, meinem Chef zu sagen, dass ich nicht mehr kann.
- Auf den eigenen Füßen zu stehen.
- Alleine mit meiner Tochter von Frankfurt an die Nordsee zu fahren.
- Eine Mutter-Kind-Kur gemacht zu haben.
- Meine sensiblen Antennen hinsichtlich den Stimmungen von Anderen.
- Das ich gut zuhören kann.
- Das ich hilfsbereit bin.
- Das andere sich auf mich verlassen können.
- Das ich Freundschaften loslassen konnte.
- Das ich eine gute Mama bin.
- Das ich immer besser die gefühlvollen Anfälle meiner Tochter begleiten kann.
- Zu der Frau, die ich geworden bin.
- Bereits seit fast 25 Jahren noch immer im gleichen Unternehmen tätig zu sein.
- Mich als Frau in der IT-Welt behaupten zu können.
- Meine Englisch-Blockaden dank Hypnose von der lieben Antje Lehmann aufgelöst zu haben.
- Keine Schulden zu haben.
- Finanziell gut aufgestellt zu sein.
- Einen Notgroschen auf der Seite zu haben.
- Einen Job zu haben, indem ich genug verdiene, um nicht jeden Cent umzudrehen.
- Das ich regelmäßig in den Urlaub fahren kann.
- Das ich Abenteuer mit meiner Tochter erleben darf.
- Regelmäßig Blutspenden zu gehen.
- Gutes tun, indem ich Geld an unterschiedliche Organisationen spende.
- Mich auf mein Bauchgefühl verlassen zu können.
- Vor über 10 Jahren mit dem Joggen begonnen zu haben.
- Seit über 8 Jahren regelmäßig wöchentlich Sport zu machen.
- Es geschafft zu haben, 5km in unter 30 Minuten zu laufen.
- Das ich nach über 22 Jahren aufgehört habe zu rauchen.
- Das ich bereits 10 Jahre rauchfrei bin.
- Auf meine neu gefundenen Freundschaften.
- Das ist das Schöne in Kleinigkeiten entdecke.
- 2019 nach der Idee vom Herzmann einen Roadtrip in den Norden (Nordsee, Dänemark, Schweden, Ostsee) geplant und durchgezogen zu haben.
- Auf mein abenteuerliches Gemüt, das gerne Neues entdeckt.
- Das ich in der Firma bereits seit knapp 10 Jahren Take Care Ansprechpartnerin für unseren Standort bin und damit Projekte zur Burnout-Vorsorge mitgestalte.
- Das ich mir noch nie im Leben etwas gebrochen habe.
- Einen 19km langen Extrem-Marsch auf den Feldberg durchzogen zu haben.
- Die Drei-Burgen-Wanderung gemacht zu haben.
- Das meine Mama mich trotz schwierigen Zeiten damals aufgezogen hat.
- Das meine Mama trotz vieler Schulden in meiner Kindheit heute Schuldenfrei ist.
- Das ich super in Excel bin und mir vieles davon selbst beigebracht habe.
- Auf meine “Ich möchte verstehen, wie das geht” Eigenschaft.
- Das ich trotz Angst am englischen Windows auf meinem Arbeits PC zu scheitern, es mit bravur gemeistert habe
- Das ich meine damalige “Opferrolle” abgelegt und durch Selbstwirksamkeit getauscht habe.
- Das ich immernoch Kontakt zu meiner Freundin aus der 5. Klasse habe, mit der ich aufgewachsen bin und das obwohl uns mehrere tausend Kilometer trennen.
- Das ich meine Greenbeld Ausbildung abgebrochen habe, weil es mir damit physisch und psychisch nicht gut ging.
- Das ich souverän und kompetent wirke, obwohl ich oft das Gegenteil davon denke.
- Auf mein selbstreflektiertes Wesen.
- Das ich mich leicht entschuldigen kann, wenn ich falsch lag oder überreagiert habe.
- Auf meine Eulentasse, die ich beim Keramikmalen gemalt habe.
- Die Erfahrungen in meinem Leben, ohne die ich heute nicht die wäre, die ich bin.
- Das ich es schon einmal geschafft habe, 15 kg abzunehmen.
- Das ich mich doch gesünder ernähre, als ich immer denke (mein Learning aus der Mutter-Kind-Kur).
- Das ich immer mehr auf meine Bedürfnisse und die Signale meines Körpers achte.
- Das ich immer mehr auch für diese Bedürfnisse einstehe.
- Diese Liste geschafft zu haben.
Vielleicht hast du beim Lesen gemerkt, dass dir gar nicht so leicht Dinge einfallen, auf die du stolz bist. Das ist total normal – im Mama-Alltag geht der Blick auf das eigene Wachsen schnell unter, weil einfach immer irgendwas ansteht.
Falls du gerade spürst, dass du wieder mehr zu dir selbst finden möchtest – mehr Klarheit, mehr Kraft, mehr von dem Gefühl “ich schaffe das” –, dann lass uns gerne reden. In “Create your Motherhood” schauen wir gemeinsam genau hin: Was trägt dich schon? Wo darfst du leichter werden? Und wie baust du dir Stück für Stück wieder mehr Ruhe und Stärke in deinen Alltag ein.
Wenn du neugierig bist, buch dir hier ganz unverbindlich ein kostenloses Erstgespräch – ich freu mich auf dich.
